Mitarbeiter für jede erhaltene Bewertung zu belohnen ist eine bewährte Strategie, um die Anzahl der Bewertungen zu steigern. Und es ist äußerst effektiv.
So effektiv, dass die Hälfte aller Unternehmen dies bereits tut. Podium berichtet, dass 56 % der von ihnen befragten Unternehmen ihre Mitarbeiter aktiv dazu ermuntern, Bewertungen zu sammeln.
Wir haben selbst eine Umfrage in einer Gemeinschaft von Reiseveranstaltern durchgeführt und ein ähnliches Ergebnis erzielt – wenngleich knapp unter der Hälfte, basierend auf 68 Befragten.
Der andere Teil der befragten Geschäftsinhaber setzt auf "intelligentere" Anreize, oft in Form von Wettbewerben. Der Gewinner erhält alles, statt dass jeder einen kleinen Betrag bekommt.
Im Allgemeinen scheint es also, dass, wenn du deine Mitarbeiter nicht für Bewertungen belohnst, es wahrscheinlich deine Konkurrenten tun.
Darfst du deine Mitarbeiter für Bewertungen belohnen?
Ja, auf den meisten Plattformen ist das absolut möglich.
Einige Plattformen (wie Google) stehen direkter Belohnung von Kunden skeptisch gegenüber. Aber das ist nicht dasselbe, wie Bewertungen zu kaufen.
Deine Mitarbeiter dürfen nur um Bewertungen bitten, und du ermutigst sie, häufiger zu fragen.
Der besondere Fall von Tripadvisor
Tripadvisor ist die einzige Plattform, die behauptet, dass es gegen ihre Nutzungsbedingungen verstößt, Mitarbeiter dafür zu belohnen, nach Bewertungen zu fragen. Tatsächlich sagen sie sogar, dass das bloße Bitten um Bewertungen gegen ihre Regeln verstößt.
Schau dir ihre Richtlinien an (Quelle).
Natürlich ist das schön und gut auf dem Papier, doch in der Realität fordern alle Tripadvisor-Bewertungen ein.
Mitarbeiteranreize für Bewertungen: Vor- & Nachteile
1. Vorteil: Du erkennst, wer gut arbeitet und wer Unterstützung braucht
Der Hauptvorteil, Mitarbeiter für gesammelte Bewertungen zu belohnen, liegt darin, dass du nachvollziehst, wer sich besonders bemüht.
Unabhängig davon, ob du es ihnen selbst überlässt, sich Bewertungen zuzuordnen, oder ob Kunden gebeten werden, den Namen zu erwähnen – im Endeffekt siehst du, wer gut arbeitet und wer zusätzliche Schulung benötigt.
Falls du unsicher bist, wie du das handhaben sollst, gibt es Möglichkeiten, Kundenbewertungen in Excel zu exportieren oder fortschrittliche Lösungen wie ReviewFlowz, die automatisch Mitarbeitererwähnungen verfolgen können.
2. Vorteil: Es ist klar und oft fair
Ein großer Pluspunkt direkter Anreize für jede Bewertung ist ihre Einfachheit und Klarheit.
Manche Unternehmer bevorzugen kreative Anreize wie Wettbewerbe, bei denen der Gewinner Belohnungen wie Geldpreise oder Reisen erhält.
Diese Anreize fördern Teamgeist und passen den geschaffenen Wert besser an die Belohnung an als einfache Geldanreize pro Bewertung.
Allerdings ist der Aufwand größer, um über einen längeren Zeitraum hinweg die Motivation hoch zu halten. Der erste Monat kann in einem vierteljährlichen Wettbewerb zum Beispiel ruhiger verlaufen.
Das kann auch zu Konkurrenzsituationen führen, die zwar motivieren, aber auch negative Effekte haben können.
Wenn du nicht sicher bist, wo du starten sollst, wähle einfache und direkte Anreize. Teste, ob 5 € ausreichen, wenn nicht, erhöhe auf 10 €.
3. Nachteil: Abwägung zwischen Qualität und Quantität
Ein Nachteil von Anreizen pro Bewertung ist, dass du viele kurze Bewertungen oder Bewertungen ohne Inhalt erhalten könntest.
Diese helfen aber wenig, denn Schlüsselwörter in Bewertungen steigern deine Relevanz bei Google. Ihre Erwähnung hilft deinem Unternehmen beim Ranking für bestimmte Suchbegriffe.
Es geht nicht nur darum, viele Bewertungen zu sammeln. Diese sollen auch potenzielle Kunden anziehen.
Deine Mitarbeiter könnten versuchen, Anreize zu umgehen, was zu minderwertigen Bewertungen führen könnte – besonders, wenn sie unerfahren sind.
Dies ist nicht effektiv. Eine korrekte Gestaltung und das richtige Timing sind wichtig, ebenso wie das Training deiner Mitarbeiter. Ein Beweis dafür kann allerdings schwierig sein.
Es gibt zwei Wege, dies auszugleichen:
Leitplanken setzen. Bestimme konkrete Kriterien, die eine Bewertung erfüllen muss, um qualifiziert zu sein: eine gewisse Wortanzahl, Schlüsselwörter oder Fotos. Beachte, dass Anreize effektiv und unkompliziert sein müssen.
Bewertungen als Prozentsatz definieren – nicht nur als Zahl. Gib jedem Mitarbeiter eine Obergrenze, basierend auf der Anzahl ihrer Kundengespräche. Dies verleiht der Qualität mehr Gewicht.
4. Nachteil: Alleine nicht ausreichend
Das ist nicht wirklich ein Nachteil, aber dennoch erwähnenswert.
Anreize für neue Bewertungen können sofort helfen, doch sie könnten auch auf tieferliegende Unternehmensprobleme hinweisen.
Sie dienen als guter Ausgangspunkt!


